Dorfkirche Saal

Die turmlose Backsteinhalle stammt aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts.
Der Polygonchor wurde bereits um 1300 errichtet und womöglich schon 1255 begonnen. Die Seitenkapellen mit den blendengeschmückten Ostgiebeln kamen im 15. Jahrhundert hinzu.
Die Westseite ist mit einem Krüppelwalmdach abgeschlossen, Nord- und Südportal der Halle sowie das ehemalige Chorportal in der nördlichen Kapelle sind mit reichen Gewändeprofilen versehen.
Der Innenraum ist mit einem Kreuzrippengewölbe versehen. Die Architekturmalerei am nordöstlichen Pfeiler stammt aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts.
Zur Ausstattung gehören ein Altaraufsatz (Anfang 18. Jh.) mit Reliefs und plastischen Figuren, eine Kanzel mit Posaunenengel als Trägerfigur (zeitgleich), eine Taufe aus gotländischem Kalkstein (2. Hälfte 13. Jh.), die Rückwand des Patronatsgestühl mit Wappen von Hessenburg und Figuren der Tugenden (Anfang 18. Jh.), die Orgel von Christian W. Kersten aus dem 18. Jahrhundert sowie 6 Kabinettscheiben ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.
Auf dem Kirchhof steht ein verbretterter achtseitiger Glockenturm von 1735. In ihm hängen zwei Glocken: 1797 von Gottfried Metzger in Stralsund gegossen; und 1820.
Nordöstlich des Glockenturms wurde das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichtet.
(Quelle: Informationstafel)

Quellen:
Von Der Recknitz Bis Zum Strelasund - Offene Kirchen I, Broschüre, Jana Olschewski, Thomas Helms, Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006