Dorfkirche Wustrow (Ostseebad)

Die neugotische Backsteinkirche auf einem Granitsteinsockel steht leicht erhöht auf einem Hügel inmitten des Ortes. Die Basilika in Kreuzform hat eine polygonale Chorapsis und einen schlanken Westturm, neben den Seitenschiffen gibt es noch kleine Anbauten mit Zugängen. In der Traufe verläuft ein Kleeblattbogenfries, ebenfalls in den Schrägen des Ostgiebels. Die zweiteiligen Spitzbogenfenster mit Scheitelkreis haben Stufengewände mit eingestellten Rundstäben und Kehle.
Der quadratische Glockenturm trägt einen achtseitigen schindelgedeckten Spitzhelm über der blendengeschmückten Glockenstube mit Turmuhr und kleiner Uhrglocke. Im Turm hängen drei Glocken, zwei Stahlglocken aus Spenden der Gemeinde gegossen 1953 bzw. 1955 in Apolda sowie eine Bronzeglocke, 1928 bei M.&O. Ohlsson in Lübeck gegossen, zum Andenken an den 1915 im I. Weltkrieg gefallenen Sohn des herrschaftlichen Patrons der Kirche von Wustrow.
Die Apsis wird von einem Sterngewölbe überspannt, die Gewölbekappen sind mit vegetabiler Rankenmalerei versehen. Die Scheitelkreise der Chorfenster sind mit Buntglasornamenten bestückt. Die zeitgenössische neugotische Innenausstattung besteht aus dem dreiteiligen Altaraufsatz mit Wimpergbekrönung und einem Gemälde im Mittelteil, sowie der hölzernen Kanzel mit Aufgang und Schalldeckel, setzt sich fort im Gemeindegestühl und den Emporen in den Seitenschiffen. Im Mittelgang hängt von der Decke ein Votivschiff herab.
Die Orgel wurde in der Werkstatt der Gebrüder Jehmlich in Dresden gebaut und stammt aus dem Jahr 1971. Das zweimanualige Instrument besitzt 14 Register.
Der Friedhof befindet sich nordöstlich der Kirche im Friedhofsweg. 1832 begann man mit der Anlage des Fischländer Friedhofes, nachdem der Platz auf dem Kirchberg zu klein geworden war. 1859 wurde er mit einer Steinmauer eingefasst. Auf dem Friedhof steht eine Trauerhalle und das Kriegerdenkmal für den Ersten Weltkrieg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Friedhof erweitert. Über den Fischländer Friedhof gibt es auch ein Buch.

Quellen: