Dorfkirche Dobbin (OT von Dobbin-Linstow)

Die Dorfkirche in Dobbin ist ein rechteckiger Backsteinbau, der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts auf einem Feldsteinsockel errichtet wurde.
Die großen, aber schlichten Spitzbogenfenster, die glasierten Formfriese und der Blendenschmuck am Ostgiebel zeugen von der Bedeutung der Kirche und von hoher handwerklicher Kunst.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche 1637 verwüstet und der ursprünglich hölzerne Turm stürzte ein.
Der neugotische Westturm mit einer Höhe von 28,5 Metern wurde 1872 angefügt. Zu dieser Zeit wurde die Kirche stark verändert.
Den flachgedeckten Innenraum ließ der Domänenrat Philipp von Brocken in den Jahren ab 1858 umfangreich restaurieren.
Die Glasmalereien stammen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts.
Zu den Kostbarkeiten der Kirche gehören die geschnitzten Heiligenfiguren aus dem 15. Jahrhundert in dem neugotischen Altarschrein.
Über dem Altar befindet sich ein Triumphkreuz.
Die Kanzel stammt aus der Renaissance und wurde Ende des 19. Jahrhunderts bemalt.
An der Nordostecke der Kirche befindet sich die Grabkapelle der Familie v. Brocken.
Auf dem von einer Feldsteinmauer umschlossenen Kirchhof befindet sich ein Friedhof.
(weitere Quelle: Informationstafel vor der Kirche)

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Güstrow, Buch, Zerniner Beschäftigungsinitiative (ZEBI) e.V., Edition Temmen, 1997