Dorfkirche Börzow

Börzow wurde 1299 als Kirchdorf erstmalig erwähnt. Ein erster fester Kirchbau auf einem Feldsteinsockel stammt aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts. Die jetzige Kirche wurde wohl um die Mitte des 15. Jahrhunderts errichtet. Als Erbauer gelten die Landesherren Heinrich d. Ä. und d. J. sowie Pastor Johann. Die Kirche ist ein einheitlicher Backsteinbau mit eingesprengten Feldsteinen mit einem eingezogenen Chor mit 3/8-Schluss, einem massigen Westturm mit achteckiger Haube, die südliche Vorhalle ist im Kern mittelalterlich, der nördliche Anbau als Grabkapelle der Grafen v. Bernstorff dagegen neugotisch.
Während das Schiff flach gedeckt wurde, ist der Chor gewölbt.
Das Kircheninnere wurde 1852 erneuert.
Eine Kostbarkeit ist der barocke Altaraufsatz von 1718 mit architektonischem Aufbau.
Zur Ausstattung gehören eine gußeiserne Tauffünte (19. Jh.), eine einfache Holzkanzel ohne Fuß und ein Kruzifix aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts.
Der Einbau der Friese(III)-Orgel erfolgte 1865.
Im Turm hängen drei Glocken, von denen zwei 1854 von Hausbrandt in Wismar umgegossen wurden. Die kleinste Glocke trägt eine lateinische Inschrift.
Triumphbogen und Westbogen sind mit Rankenmalerei versehen.
Im Turmbereich ist eine Winterkirche eingerichtet.
Auf dem Kirchhof befindet sich eine Familiengrabstätte der Grafen v. Bernstorff.
Wenige Meter östlich der Kirche befindet sich der Friedhof der Gemeinde.
(weitere Quelle: Informationstafel)

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen Wismar-Schwerin, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001