Dorfkirche Zehna

Die spätromanische Feldsteinkirche wurde zum Ende des 13. Jahrhunderts errichtet. Der Ort Zehna wurde erstmals 1291 als "Cena" erwähnt. Die Kirche steht deutlich erhöht auf einem Hügel am Dorfrand, was auf einen bereits als slawische Kultstätte genutzten Standort hinweist.
Von der Zeit des Übergangs vom romanischen zum gotischen Baustil zeugt der rechteckige, einschiffige Saalbau mit dem mächtigen schiffsbreiten Turmuntergeschoss in seiner Funktion als Wehrkirche.
Der gerade Chorschluss im Osten zeigt eine leicht gestaffelte Dreifenstergruppe und einen mit zahlreichen Putzblenden und einem Giebelkreuz geschmückten Ostgiebel.
Aus der Erbauerzeit stammt die ebenfalls mit einem blendengeschmückten Giebel versehene Nordsakristei.
Später hinzugekommen sind die südliche Eingangsvorhalle aus Backstein und der heute verputzte, leicht eingezogene quadratische Turmaufsatz mit dem spitzen Pyramidenhelm aus Ziegel, indem sich eine Glocke befindet.
Schmuckelemente wie die Leibungen der paarigen Spitzbogenfenster im Schiff oder das inzwischen zugesetzte Stufenportal der Laienpforte auf der Südseite sind ebenfalls in Backstein gearbeitet.
In den Jahren 1966/67 wurde der Bau umfassend renoviert.
Im Innern finden sich Wand- und Gewölbemalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert.
Ältestes Ausstattungsstück ist die Tauffünte aus Granit, sie stammt noch aus dem 13. Jahrhundert. Der spätgotische Schnitzaltar aus dem 16. Jahrhundert zeigt im Mittelschrein die Madonna zwischen vier Heiligen. Die hölzerne Kanzel entstand auch schon im Jahr 1575.
Der damalige Grundherr Hans Christian von Sala ließ 1689 eine kleine Barockorgel bauen, die 1953 ein Opfer des Vandalismus von Kindern und Jugendlichen des Dorfes wurde. Es ist nur noch der Prospekt vorhanden. (Literaturangabe: Orgel von Rother, 1919)
Der Kirchhof ist als Friedhof gestaltet.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Güstrow, Buch, Zerniner Beschäftigungsinitiative (ZEBI) e.V., Edition Temmen, 1997