Dorfkirche Kirch Rosin

Die frühgotische Backsteinkirche wurde um 1270 als Klosterkirche des Zisterzienserkloster Michaelstein erbaut. 1433 ging der Besitz an das Kloster Doberan und 1552 wurde er landesherrliches Domanium.
Der Holzturm stammt aus dem Jahr 1690, von den beiden Glocken ist die aus dem Jahre 1450 eine der ältesten im Kirchenkreis Güstrow.
Bei der Renovierung zwischen 1974 und 1989 wurden die Wandmalereien von 1620 wiederentdeckt und die hölzerne Tonnendecke eingebaut.
Zur Ausstattung gehört ein Schnitzaltar aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts, das ihn bekrönende Kruzifix ist wesentlich älter (2.H.14.Jh.). Im Mittelteil ist Maria mit dem Kind als Mondsichelmadonna dargestellt. Die umgebenden Heiligen wurden im 19. Jahrhundert umgestellt.
Die Orgel ist ein Werk des Hamburger Orgelbauers Heinrich Rasche und stammt wohl aus dem Jahr 1843 (1839). Sie wurde 1989 durch die Firma Nussbücker aus Plau am See instandgesetzt. Der schmiedeeiserne Taufständer wurde laut Inschrift 1818 in Ludwigslust angefertigt.
Die heute sichtbare Ausmalung entstand zu der Zeit, als der aus Malchow stammende Pastor Martin Bambam in Rosin tätig war (1605-1633). Johann Albrecht II. wurde durch die Reformation als Herzog auch Patron der im klösterlichen Besitz befindlichen Kirche in Rosin. Er hatte 1620 bedeutende holländische und italienische Künstler am Hof, von denen auch die Entwürfe für Rosin stammen könnten. Es entstand jedenfalls eine einmalige Renaissancefassung des Kirchenraumes.
Im Altarraum ist auch noch eine Sakramentsnische mit Holztür vorhanden.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Güstrow, Buch, Zerniner Beschäftigungsinitiative (ZEBI) e.V., Edition Temmen, 1997