Dorfkirche Alt Bukow

Etwa sieben Kilometer südlich der Stadt Neubukow liegt das Dorf Alt Bukow. Die ersten Urkunden von 1192 und 1220 mit der Erwähnung von "Bukow" werden sich auf das heutige Alt Bukow bezogen haben. Demnach war zu dieser Zeit bereits ein Priester vorhanden.
Die vierjochige einschiffige Kirche mit einem Chorschluss aus dem Achteck entstand im 14. Jahrhundert.
Der Bau wurde zum großen Teil in Backstein ausgeführt.
Die Südwände der beiden westlichen Joche sind aus Feldsteinen, was auf die Einbeziehung eines Vorgängerbaues schließen lässt.
Auffällig ist der mächtigen Westturm, besondere Beachtung verdient das tiefe Portalgewände.
Bei der schlichten Innenausstattung fällt besonders das bunte dreiteilige Chorfenster von L. Mannewitz ins Auge. Zur Ausstattung gehören ein gemauerter Altartisch, eine hölzerne Kanzel ohne Schalldeckel, zwei Tafelbilder, der Mittelschrein eines Schnitzaltares, die Messingtaufe, zwei Kabinettscheiben, eine mittelalterliche Schnitzfigur, das neugotische Altarbild mit der Darstellung der Kreuzigung und die Orgel von Friedrich Friese (III) von 1880 mit dreiteiligem neugotischen Prospekt.
Während der Restaurierung in den 90er Jahren erhielt die Kirche eine neue weiße Ausmalung, was einen hellen, freundlichen Raumeindruck zur Folge hat.
Im Turmraum hängen Gedenktafeln für die Gefallenen der vielen Kriege.
Das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges steht auf dem Friedhof in der Nordostecke. Es ist mit einem silbernen Reichsadler bekrönt und nennt die Namen der Gefallenen auf zwei Tafeln.
Im Westen steht ein kleines Erbbegräbnis, das Mausoleum eines Ernst Staunau aus Klein Strömkendorf.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen Wismar-Schwerin, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001