Dorfkirche Kritzkow (Stadt Laage)

Das Dorf wurde erstmals urkundlich im Jahr 1270 als "Critzekowe" erwähnt. Die Kirche wurde im Jahr 1900 unter Leitung des Schweriner Hofbaumeisters Ludwig Möckel durch Anbau von Chor und Turm an eine mittelalterliche Kapelle (um 1320) mit rechteckigem Grundriss und Nordsakristei errichtet.
In der Ostwand befindet sich ein dreibahniges gestaffeltes Fenster, das in einer spitzbogigen Leibung gefasst ist. Die Buntglasscheiben zeigen Motive im Jugendstil. Im Ostgiebel sind in Anlehnung an den Schiffsgiebel spitzbogige Putzblenden eingelassen, in die mittlere Blende wurde ein Giebelkreuz aus Backstein aufgelegt.
Der gesamte Bau wird von Strebepfeilern gestützt. Unter der Traufe verläuft ein Zahnfries aus gefasten Steinen, auf der Schiffsnordseite ist noch der ursprüngliche Vierpassfries erkennbar. Die Dacheindeckung erfolgte mit Biberschwänzen.
Die zweibahnigen Fenster im Schiff zeigen im Scheitelring christliche Motive.
Der quadratische Turm trägt eine zeltförmige Haube, die in den 1990er Jahren von Ziegel- auf Kupferdeckung umgeändert wurde. Sie wurde dazu vom Turm abgenommen und nach der Eindeckung wieder aufgesetzt. Im Turm befindet sich eine mittelalterliche Glocke.
Der Chorraum wird durch einen Triumphrundbogen vom Schiff getrennt. Während der Altarraum mit einem Gewölbe versehen wurde, ist das Langhaus mit einer flachen Kassettendecke überzogen.
Altaraufsatz und Kanzel, aus Eiche gefertigt, sind ebenfalls Arbeiten im Jugendstil.
Die pneumatische Orgel stammt von Carl Börger ebenfalls aus dem Jahr 1900.
Während der Instandsetzung der Kirche in Weitendorf waren die Ausstattungsgegenstände in der Kritzkower Kirche aufgestellt.
Die Kirche ist von einem Friedhof umgeben. Auf dem Kirchhof steht eine sehr alte Linde. Sie ist ein Naturdenkmal. Im westlichen Bereich befindet sich die moderne Trauerhalle und eine Grabstelle für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in den Jahren 1939-1945. Außerhalb des Kirchhofes befindet sich das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Es ist in die Hecke der südlichen Friedhofsbegrenzung eingearbeitet.
Auf der Nordseite steht das alte Pfarrhaus.
(weitere Quelle: Informationstafel vor der Kirche)

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Güstrow, Buch, Zerniner Beschäftigungsinitiative (ZEBI) e.V., Edition Temmen, 1997