Dorfkirche Ahrenshagen (Gemeinde Ahrenshagen-Daskow)

Bereits im 13. Jahrhundert war Ahrenshagen ein bedeutender Marktflecken. In dieser Zeit entstand auch die Kirche; sie steht im alten Dorf.
Ursprünglich bestand sie wohl nur aus dem in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts (um 1260) aus Feldstein errichteten Chor mit Fenster- und Türgewänden aus Backstein. Er hat ein steiles, stark gebustes Kreuzrippengewölbe, in dem 1968/69 Wandmalereien aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts (um 1325) freigelegt wurden (neben Sündenfall und Weltgericht, auch Szenen aus Marienleben).
Das heutige Schiff aus Backstein mit einer flachen Decke wurde im 14. Jahrhundert (um 1350) angebaut.
Der quadratische Westturm wurde erst im 15. Jahrhundert angefügt. Er hat ein gewaltiges Untergeschoss (um 1450) und ist früher wesentlich höher gewesen, stürzte aber ein. Das Obergeschoss wurde 1752 erneuert. Im Turm hängen drei Bronzeglocken. Eine wurde 1899 von VOSS in Stettin gegossen, die beiden kleineren von der Firma Rincker in Lauchhammer kamen 1999 hinzu. Dafür steht die Gußstahlglocke von 1958 nun im Außenbereich.
Heute macht die Kirche einen gedrungenen und gemütlichen Eindruck.
Zur Ausstattung gehört ein barocker Kanzelaltar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
(Altargehege mit schlanken Balusterbrettern, architektonischer Aufbau, zwei weibliche Figuren, einen die Tafel mit den zehn Geboten haltenden Putto auf dem Kanzeldeckel und zwei das bekrönende "Auge Gottes" im Strahlenkranz anbetende Engel)
Weitere Ausstattungsstücke sind ein Kruzifix (E.13.-15.Jh.), der achteckige hölzerne Taufständer (1870), ein Beichtstuhl (16.Jh.), die Patronatsloge mit reich geschnitzter Bekrönung (1745) und zwei Wappenepitaphien für Familie v. Mörder mit Inschrifttafel, sitzenden Engelsfiguren und Rahmen aus geschnitztem Akanthuslaub.
Die Orgel stammt aus der Werkstatt des thüringischen Orgelbaumeisters Johann Friedrich Schulze (1793-1858) aus Paulinzella und kam 1846 aus Greifenberg/Hinterpommern nach Ahrenshagen. Es ist nicht bekannt, wann sie gebaut wurde.
Die Kirche ist von dem alten Friedhof umgeben; der Neue Friedhof befindet sich an der Todenhäger Straße.
(Quelle: Informationstafel, Informationsblatt)

Quellen:
Dorfkirchen Landeskirche Greifswald, Buch, Norbert Buske, Gerd Baier, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1984, 1987 2. Auflage
Von Der Recknitz Bis Zum Strelasund - Offene Kirchen I, Broschüre, Jana Olschewski, Thomas Helms, Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006