Dorfkirche Eixen
St. Georg (vermutlich)

Die Kirche ist wahrscheinlich dem heiligen Georg geweiht worden.
Der turmlose Rechteckbau ohne abgetrennten Chor ist eine der typischen Kirchen aus der Übergangszeit zwischen Romanik und Gotik und wurde wohl Mitte des 13. Jahrhunderts aus Feldsteinen errichtet, wobei die Leibungen der spitzbogigen Stufenportale und die Zwei- bzw. Dreifenstergruppen in Backstein ausgeführt wurden.
Der Ostgiebel wird durch rhombische bzw. zwei- und dreigeteilte Rundbogenblenden sowie eine Kreuzblende im Scheitel gegliedert.
Der jetzt flachgedeckter Innenraum sollte ursprünglich Kreuzrippengewölbe erhalten.
An der Südwand befindet sich ein Altartriptychon aus dem zweiten Viertel des 16. Jahrhunderts. In den Flügeln stehen Heiligenfiguren, die in der bewegten Gestaltung der Gewänder an die Apostel im Güstrower Dom erinnern, die zwei Tafelbilder auf den Außenseiten der Flügel stellen die Heiligen Georg und Dorothea vor landschaftlichem Hintergrund im Stil der Donauschule dar.
Eine jetzt aus dem ursprünglichen Zusammenhang gelöste Glasmalerei in Schwarzlot wirkt wie eine Zeichnung und stellt den Auferstandenen dar, sie ist wohl zeitgleich mit den Bildern des Flügelaltars 1649 der Kirche gestiftet worden.
Die Bemalung der Fenstergruppen, der Schildbögen, des Deckenflieses und die Weihekreuze stammen aus dem 13. Jh., zwei Figuren an der Ostseite (links Christophorus, rechts eine Heilige) und das Wappen an der Nordseite aus dem Anfang des 14. Jh.
Rechts vom Altar befindet sich die Loge eines Kavelsdorfer Patronatsherren der Kirche aus dem 18. Jahrhundert, links ein heute unvollständiges und mit Aposteldarstellungen bemaltes Beichtgestühl aus der Schwedenzeit (17. Jahrhundert).
Daran schließt sich die barocke Kanzel (versehen mit geschnitzten Darstellungen von Engelsköpfen, des Evangelisten Johannes und des auferstandenen Christus) an. Sie wurde 1744 von Michael Müller aus Stralsund gefertigt.
Die Orgel ist vielleicht eines der ersten Instrumente des Stralsunder Orgelbauers Friedrich Albert Mehmel (1853).
Der freistehende Glockenstuhl wurde 1888 errichtet. Er enthält eine alte bronzene und eine Stahlglocke von 1961.
Vorn am Eingang zum Kirchhof befinden sich alte Grabmale aus den Jahren 1742-1801.
Nach einer Sperrung aus statischen Gründen wurde die Kirche 1992/93 komplett saniert und renoviert.
Nordöstlich schließt sich der neue Friedhof an, dort steht auch eine moderne Trauerhalle im Bungalow-Stil.
(weitere Quelle: Informationsblatt in der Kirche)

Quellen:
Dorfkirchen Landeskirche Greifswald, Buch, Norbert Buske, Gerd Baier, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1984, 1987 2. Auflage
Von Der Recknitz Bis Zum Strelasund - Offene Kirchen I, Broschüre, Jana Olschewski, Thomas Helms, Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006