Dorfkirche Drechow

Der rechteckige, turmlose Feldsteinsaal stammt aus dem 14./15. Jahrhundert.
Ost- und Westgiebel sowie Fenster- und Portalgewände sind in Backstein ausgeführt.
Den Ostgiebel schmücken drei große gestaffelte Spitzbogenblenden.
Die weit heruntergezogene Nordsakristei stammt auch aus der Erbauerzeit.
Alle Fenster wurden segmentbogig erändert, das Ostfenster, das westliche Fenster in der Südwand und die Portale auf Süd- und Nordseite wurden zugesetzt.
Der veränderte Westgiebel ist leicht zurückspringend.
Das Eingangsportal auf der Westseite hat eine stark zerstörte Maßwerkbemalung aus dem 19. Jahrhundert.
Vor der Westwand befindet sich auch ein freistehender hölzerner Glockenstuhl, zweijochig, aber derzeit ohne Glocken. Die beiden Glocken, eine von Gottlieb Metzler 1733 in Stralsund gegossen, die andere um 1920 in Bochum.
Der Innenraum ist flachgedeckt, in der Nordsakristei gibt es ein Kreuzrippengewölbe.
Zur Ausstattung gehören eine halbkreisförmige Altarschranke, eine Kanzel und das Gestühl, alles Anfang 19. Jahrhundert.
Ein Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert ist das älteste Stück.
Die Empore mit Brüstung aus Rundbogenarkaden und Rankenschnitzerei stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Barnim Grüneberg aus Stettin fertigte die Orgel im Jahr 1902, sie wurde 1999 restauriert.
Der schlichte dreiteilige Propekt weist Rundbogenformen auf.
Weiterhin befinden sich zwei alte Grabplatten in der Kirche, die ältere aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhundert wurde für H. von Behr gefertigt.
(Quelle: Informationstafel)

Quellen:
Von Der Recknitz Bis Zum Strelasund - Offene Kirchen I, Broschüre, Jana Olschewski, Thomas Helms, Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006