Ruine Rolofshagen (Gemeinde Papenhagen)

Die gotische Kirche Rolofshagen wurde 1987 aufgegeben und ist heute nur noch als Ruine erhalten. Doch wurde sie im Mai 2007 nach Beräumung des Schutts nach dem Einsturz, wieder mit einem Festgottesdienst als Kirche in Gebrauch genommen. Für Veranstaltungen wird die Sakristei benutzt.
Der Feldsteinsaal mit Nordsakristei wurde um 1300 errichtet. Erhalten sind heute noch die Außenmauern und die Sakristei, deren dekorativ ausgeziegelter Fachwerkgiebel von 1656 jüngst wiederhergestellt wurde. Die Fenstermaßwerke stammen aus dem 19. Jahrhundert. Die Giebelseiten sind reich gegliedert und mit schlanken gestaffelten Blenden geschmückt. An der Südseite befindet sich ein spitzbogiges Stufenportal, das schlichtere Nordportal wurde zugesetzt, das Westportal mit dem gestuften Gewände erneuert und mit einem neuen Türblatt ausgestattet. An der Nordwestseite befindet sich ein rechteckiges Treppentürmchen.
Das Kirchenschiff war ursprünglich kreuzrippengewölbt, die Sakristei besitzt ein rippenloses Kuppelgewölbe. Im Chor findet man noch eine Sakramentsnische mit einer mittelalterlichen Holztür.
Die Innenausstattung befindet sich zum Teil in der Kapelle von Quitzin bzw. wurde deponiert.
Der Kirchhof wird von einer Mauer umschlossen. In der Südostecke steht ein verbretterter Glockenstuhl. Auf dem Friedhof einige alte Grabplatten und eine Familiengrabstätte der Gutspächterfamilie Prützmann.

Quellen:
Von Der Recknitz Bis Zum Strelasund - Offene Kirchen I, Broschüre, Jana Olschewski, Thomas Helms, Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006