Dorfkirche Parkentin

Ältester Teil der Kirche ist der quadratische Feldsteinchor aus der Mitte des 13.Jh., der Ostgiebel aus Backstein ist durch sechs einteilige Blenden, durch Rauten, Kreuz und doppelte deutsche Bänder reich gegliedert, mit Dreifenstergruppe. Das Innere überspannt ein kuppeliges Kreuzgewölbe, dessen acht bandförmige Rippen in einem Scheitelring enden. Das zweijochige, dreischiffige Hallenlanghaus wurde im Anschluss an den vollendeten Chor in Feldstein begonnen, später in Backstein weitergeführt. Die Kreuzrippengewölbe gehen von Achteckpfeilern aus, die in Konsolen enden und als Figuren ausgebildet sind.
Ins Langhaus eingefügter Westturm mit reich gegliedertem Obergeschoss und vier blendengeschmückten Schildgiebeln, auf denen der achtseitige Spitzhelm aufsetzt (14.Jh.). Nord- und Südsakristei mit Blendengiebel.
Chorgewölbe mit Fresken des 15. Jahrhunderts (1899 aufgedeckt) zeigen u.a. eine Darstellung vom Gleichnis der Klugen und Törichten Jungfrauen sowie den Thronenden Christus und Maria, an den Pfeilerwänden zudem noch den Hl. Christopherus sowie Apostel. Originell ist die Komposition der figürlichen Rippenstützen aus plastischen und gemalten Teilen.
Zur Ausstattung gehört ein mittelalterlicher Altarschrein mit Schnitzfiguren und einer 1689 erneuerten Dreieinigkeitsdarstellung im Mittelteil,
Kanzel mit reichem Schnitzwerk am Korb (1615), mittelalterliche Tauffünte, Schuke-Orgel (1961).
An der Nordwand zugemauertes Portal mit gestuftem Gewände, besetzt mit Steinblüten, ein Rundfenster aus Buntglas eingefügt.
Auf dem umliegenden Friedhof finden sich noch zahlreiche alte Grabkreuze sowie das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges mit einer Namenstafel und einer beigefügten Tafel mit den Namen der im Zweiten Weltkrieg umgekommenen Gemeindemitglieder aus dem gesamten Kirchspiel.

Quellen:
Dorfkirchen in Mecklenburg, Buch, Horst Ende, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1975