Dorfkirche Thelkow

Turmloser Feldsteinbau mit eingezogenem Rechteckchor und Nordsakristei aus Steinen der Lieper Burg Ende des 13. Jahrhunderts errichtet.
Reich profiliertes Stufenportal der Laienpforte (im Innern mit barocker Verkleidung) und Priesterpforte, spitzbogig, auf der Südseite. Nordseite mit Sakristei und Portal, daneben Patronatszugang mit Wappenscheibe des Eggert v. der Lühe. In der Ostwand eine gestaffelte Dreifenstergruppe, Fenster der Chorsüdwand und Schiffsfenster paarweise angeordnet. Westgiebel in Ziegel erneuert, mit diagonal gestellten Strebepfeilern, vermutlich war ein Westturm geplant oder sogar ausgeführt und später abgerissen.
Der Chor mit einem sehr feinen Rippengewölbe, das Schiff ebenfalls gewölbt. Kräftiger, spitz zulaufender Triumphbogen zwischen Chor und Schiff. Gurtbogen von Schiff zu Turmraum deutlich stumpfer zulaufend. Turmraum bzw. westlicher Teil mit Flachdecke versehen.
Zur Ausstattung gehören: Schnitzaltar mit Kreuzigungsdarstellung (um 1470), Kanzel (um 1680), von einem Herrn Rosenow um 1930 mit Malereien versehen. Alte romanische Tauffünte aus Granit (um 1260), Kuppa, Fuß und Basis sind jeweils eigene Stücke. Gefallenengedenktafeln an der Nordwand im Altarraum. Sakramentsnische mit Holztür. Kleines Triumphkreuz zwischen Inschrift am Triumphbogen, Westempore mit Orgel von Carl Börger (1910), Wappenepitaph des Otto v.d. Lühe (+1605) rechts neben der Orgel an der Westwand. Die Gemeinde nimmt Platz auf einem schlichten Bankgestühl.
Am Westgiebel freistehender Glockenturm mit einer von ehemals zwei Glocken, 1836 von F. Schünemann, Demmin, umgegossen.
Kirchhof als Friedhof gestaltet, mit Grabstätte der Familie v. Raven. Eine Trauerhalle aus Granitstein, wohl ehemaliges Erbbegräbnis oder Mausoleum, mit spitzbogigem Portal mit profiliertem Gewände und Buntglasrosette sowie kleinen Rundfenstern steht am Friedhofsrand.
Auf dem Friedhof steht ein einfaches Kriegerdenkmal 1914-1918, mit Gedenktafel für die Opfer des Zweiten Weltkrieges.