Dorfkirche Benz a. Usedom
St. Petri

Benz gehört zu den ältesten Kirchengemeinden Usedoms, schon 1229 wird ein Pfarrer benannt. Seit der Sanierung 1991 sind die Feldsteinaußenmauern der mittelalterlichen Kirche wieder sichtbar. Die Kirche wurde dem Heiligen Petrus geweiht. Sie wurde im 30jährigen Krieg zerstört und danach wieder aufgebaut. 1740 wurde das Turmobergeschoss und die Turmspitze errichtet (1982 restauriert).
Die Innenausstattung (Altar, Kanzel, Gestühl) stammt im Wesentlichen aus dem 18. Jahrhundert, die bemerkenswert gestaltete Kassettendecke entstand erst im 19. Jahrhundert. Die Schnitzfiguren in der Altarwand stammen aus einem spätmittelalterlichen Altarschrein und waren mehrfach überstrichen. Das Altarbild ist eine Kopie von v. Dycks "Beweinung Christi". Das Bild wurde 1909 der Kirchgemeinde vom Kaiser-Friedrich-Museum Berlin im Tausch gegen das mittelalterliche Kreuzigungsbild des alten Altares zur Verfügung gestellt.
Die Grabplatte aus Kalkstein zeigt in einem Flachrelief den Kanzler und Hofmarshall Jacob von Küssow, gest. 1586 auf Schloss Pudagla.
Die Orgel wurde 1847 von der Stettiner Orgelbaufirma Kaltschmidt gebaut.
Im Turm hängt eine Glocke von 1814 mit einer Inschrift zu den Befreiungskriegen gegen Napoleon.
Um die Kirche herum befand sich der alte Friedhof. 1836 wurde unterhalb des Mühlenberges ein größerer Friedhof angelegt, auf dem sich das Grab des Malers Otto Niemeyer-Holstein befindet.

Quellen:
Willkommen in den Kirchen Usedoms Sommer 2007, Flyer, Regionalkonvent Usedom, Clemens Kolkwitz, Hoffmann-Druck Wolgast, 2007