Dorfkirche Ritzerow

Rechteckiger Saalbau mit polygonalem Chorschluss aus Backstein mit eingesprengten Feldsteinen, errichtet im 14. Jahrhundert. Der neugotische Westturm mit südlichem Anbau wurde später angefügt, dabei wohl auch eine neugotische Überformung vorgenommen. Getreppte Strebepfeiler gliedern den Bau harmonisch. Die durch Maßwerkstäbe zweibahnig geteilten Fenster besitzen gestufte Gewände. Das Ostfenster wurde zugesetzt.
Der Zutritt erfolgt über das westliche Stufenportal.
Der Innenraum ist wider Erwarten flachgedeckt, vermutlich wurde die Flachdecke während der neugotischen Überformung eingebaut. Die schlichte neugotische Ausstattung vermittelt einen einheitlichen Charakter. Zur Ausstattung gehören der Altar mit Schranken, der hölzerne Aufsatz ohne Altarbild, eine Kanzel mit Aufgang (ohne Schalldeckel), das Gemeindebankgestühl und die Westempore mit einer Friese-(III)-Orgel von 1886, die in die Flachdecke eingearbeitet wurde. Die spitzbogigen Fenster sind mit Buntglasornament im Scheitelkreis versehen.
Der von einer Feldsteintrockenmauer umschlossene Kirchhof ist als Friedhof gestaltet. Außerhalb des Friedhofes steht das Kriegerdenkmal für den Ersten Weltkrieg.