Dorfkirche Dargun (ehem. Röcknitz)
bis 1854

Die Pfarrkirche Dargun war bis 1854 die Dorfkirche von Röcknitz und wurde 1178 erstmals von Bischof Berno erwähnt. Der Feldsteinbau wurde 1753 in Ziegelbauweise erneuert. Der ursprünglich gerade geschlossene Chor erhielt erst 1861 eine sechseckige Apsis, dabei wurden die romanischen Schlitzfenster in zweiteilige neugotische Fenster verändert. Eine südliche Vorhalle, die westliche Eingangshalle und der Westgiebel wurden hinzugefügt. Die Nordsakristei mit dem blendengeschmückten Giebel ist noch ursprünglich.
Der Innenraum des Schiffs ist flachgedeckt, der Chorraum ist gewölbt und mit einem Triumphbogen vom Schiff getrennt.
Der Altar, ein spätgotisches Triptychon mit bemalten Flügelaußenseiten ist eine beachtliche Schnitzarbeit und um 1500 entstanden. Der Mittelschrein zeigt die Kreuzigungszene sowie vier Heiligenfiguren, von denen eine Anfang der 1970er Jahre gestohlen wurde. In den Flügeln befinden sich Darstellungen von zwölf Aposteln, zu dreien oben und unten angeordnet.
Die barocke Kanzel wurde laut Inschrift an der Aufgangstür vom Fürstlichen Küchenmeister zu Dargun Herrn J.Chr. Sasse 1753 gestiftet.
Im Altarraum hängen an der Nordwand die Brüstungsteile des sogenannten Amtschores, gestiftet vom Amtmann Schmidt und seiner Ehefrau Margaretha von der Wische, mit Bildnissen von Christus und elf Aposteln.
An der Nordwand hängt das neugotische Altarbild und ein Wappenepitaph des Amtshauptmannes Christian Lamprecht (+1680). Die Nordemporen in Schiff und Chor wurden in den 1960er Jahren entfernt. Am nördlichen Triumphbogen ist ein um 1979 aus Teilen der Klosterkirche gefertigter Marienaltar aufgestellt. In den Schiffsfenstern befinden sich diverse Wappenscheiben, im mittleren Fenster der Südwand sind zwei Glasfenster aus der Klosterkirche eingesetzt, sie zeigen die Hl. Barbara und die Hl. Katharina.
Die Orgel wurde 1860 von Friedrich Hermann Lütkemüller in Wittstock an d. Dosse gebaut. Im Eingangsbereich befinden sich noch einige Grabplatten aus der Klosterkirche.
Der Kirchhof ist von einer Mauer gefasst und der alte Friedhof eingeebnet und begrünt.
Der große städtische Friedhof befindet sich im Friedhofsweg. Vor dem Eingang steht das Kriegerdenkmal.

Quellen: