Dorfkirche Lancken (Gemeinde Rom)

Gotischer rechteckiger Hallenbau aus Mischmauerwerk, im 14. Jahrhundert errichtet.
Der ursprünglich vorhandene Turm wurde 1778 wegen Baufälligkeit abgerissen und durch einen freistehenden Glockenstuhl ersetzt, in ihm hängt eine von ursprünglich drei Glocken von 1477.
Der Ostgiebel ist mit gestaffelten Blendnischen verziert. Die Nordsakristei ist eingewölbt. Der Innenraum ist von einer flachen Holzbalkendecke überzogen.
Zur Ausstattung gehört ein prächtiger Schnitzaltar aus der Werkstatt des Lübecker Meisters Claus Berg. Wohl zwischen 1535/40 entstanden, ursprünglich mit zwei Wandlungsmöglichkeiten, 1992 wurden vier Flügel gestohlen, Mittelteil mit Maria mit dem Kinde, links Anna Selbdritt, rechts Apostel Jakobus d.Ä., bemalte Außenseiten: links Hl. Erasmus, rechts Hl. Antonius, Predella-Gemälde mit Christus als Schmerzensmann mit den vier Kirchenvätern: links Hl. Gregor, Hl. Augustinus, rechts Hl. Hieronymus, Hl. Ambrosius. Kanzel von 1709, 1903 neugotisch renoviert, ebenso die Herrschaftlichen Emporen und Logen. In der Wand befindet sich ein altes Sakramentsschränkchen. Das Pastorengestühl wurde 1903 eingebaut. Weitere Ausstattungsstücke: wiederentdeckter Taufständer aus dem 17. Jahrhundert und ein Kruzifix mit Corpus aus dem 19. Jahrhundert.
Die Sakristei 1733 durch Oberstleutnant v. Lowtzow als Erbbegräbnisstätte für seine Familie erworben. Orgelempore mit Friese-III-Orgel von 1863, 1991 renoviert.
Der Kirchhof ist begrünt und von einer Feldsteintrockenmauer umschlossen, ein kleiner Friedhof befindet sich am nördlichen Dorfrand (Schulstr.12).

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001