Dorfkirche Zirchow
St. Jakobi

St. Jakobus, die Feldsteinkirche in Zirchow, auf einem steil aufstrebenden Hügel mitten im Dorf gehört zu den ältesten Bauwerken auf der Insel Usedom. Im Kern stammt sie aus dem 13. Jahrhundert. Der rechteckige Saalbau hat einen schiffsbreiten, gerade abschließenden Chor und einen ebenfalls schiffsbreiten, querrechteckigen Westturm mit einem Feldsteinuntergeschoss und einem eingezogenen, verbretterten achteckigen Aufsatz mit schiefergedeckter Spitze. Eine erste Erwähnung der Kirche ist auf 1319 datiert. Die Kirchenfenster wurden alle verändert, in der Ostwand sitzt eine rundbogige Zweifenstergruppe.
Der Innenraum ist mit einer flachen Holzbalkendecke überzogen. Im Chorraum insbesondere an der Ostwand sind 1958 mittelalterliche Wandmalerien freigelegt, gut sichtbar ist eine Kreuzigungsszene.
Der klassizistische Altaraufsatz mit Pilastern und Giebeldreieck zeigt im Altarbild Christus als Schmerzensmann, das flache Altargehege wird von rundbogigen Arkaden gebildet.
Die Ausmalung der Kirche und der Ausstattung geht auf die letzte große Renovierung von 1958 zurück.
Zur Ausstattung gehören noch eine Kanzel ohne Schalldeckel, eine sechseckige, schmucklose Taufe, ein Votivschiff, die Gedecktafel für die Weltkriegsgefallenen (Tafel WK II. hängt im Turmraum), ein Opferstock und die bis auf die Nordseite reichende Westempore mit dem prächtigen Orgelprospekt. Die Gemeinde nimmt Platz auf einem alten Kastengestühl.
Vor der Kirche stehen das Kriegerdenkmal für den Ersten Weltkrieg und ein Gedenkstein für die Opfer des Zweiten Weltkrieges.
An der Ortsausfahrt Richtung Neverow liegt der neue Friedhof mit einer modernen Trauerhalle.

Quellen:
Willkommen in den Kirchen Usedoms Sommer 2007, Flyer, Regionalkonvent Usedom, Clemens Kolkwitz, Hoffmann-Druck Wolgast, 2007