Dorfkirche Schlieffenberg (Gemeinde Lalendorf)

Der große, verspielte Ziegelbau wurde nach einem Entwurf des Nürnberger Architekten Carl Alexander v. Heideloff 1854-59 als Stiftung des Grafen v. Schlieffen errichtet.
Es ist eine Basilika in Kreuzform mit polygonalem Chorabschluss, einem integrierten Westturm mit Aussichtsplattform und verzierter Sandstein-Spitze sowie einer vollständigen neugotischen Innenausstattung.
Das mittlere Altarbild des Triptychons zeigt eine ungewöhnliche Kreuzigungsdarstellung, da nur zwei Kreuze dargestellt werden.
Die hölzerne Kanzel hat einen Schalldeckel mit einem zentralen Fialtürmchen umgeben von Maßwerkschnitzereien.
Die Orgel von 1859 ist ein Werk von Ferdinand Wilhelm Remler, vermutlich wurde sie von Carl Börger umgebaut.
Auf dem die Kirche umgebenden Friedhof befindet sich an südöstlicher Ecke die Grabstelle der Grafen von Schlieffen. Im Nordwesten steht eine moderne Trauerhalle. Das Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder aus dem Kirchspiel steht wenige Meter vor dem Westgiebel der Kirche unter einer alten Linde.

Quellen:
Dorfkirchen in Mecklenburg, Buch, Horst Ende, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1975
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Güstrow, Buch, Zerniner Beschäftigungsinitiative (ZEBI) e.V., Edition Temmen, 1997