Dorfkirche Großzerlang (Stadt Rheinsberg)

Dem Namensvorsatz wird die Kirche in Großzerlang nicht gerecht. Der kleine rechteckige Putzbau mit dem verbretterten Turmaufsatz mit Pyramidendach erinnert vielmehr an den ersten Kirchbau im benachbarten Kleinzerlang.
Die Kirche erhielt 2012 eine umfassende Sanierung innen und außen, wobei der Putz erneuert wurde. Der Westgiebel zeigt ein segmentbogiges Giebelfenster, zudem in der Westwand ein segmentbogiges Portal und zwei Fenster. Auch die anderen Wände zeigen nach der Sanierung segment- bzw. rundbogige Fensteröffnungen.
Das Satteldach ist im Osten abgewalmt und trägt einen kleinen Schornstein.
Der Innenraum ist flachgedeckt und im Zentrum der verputzten Decke befindet sich ein Vierpass-Rahmen, der womöglich einmal ein Gemälde zeigte.
Die Ausstattung wird dominiert von einem großen, aber schlichten Kanzelaltar mit klassizistischen Stilmerkmalen und architektonischem Aufbau. Die Brüstungsfelder des Kanzelkorbes sind mit biblischen Zitaten bemalt, der Schalldeckel ist in Form einer Krone gestaltet. Die Rückwand zeigt ein stark beschädigtes Gemälde von der Kreuzigung.
Ungewöhnlich ist der Platz einer Heizungsanlage der Firma Bullerjan: neben dem Kanzelaltar auf der Südseite im Altarraum.
Zur Ausstattung gehören noch das Gemeindebankgestühl und die Westempore mit einer Brüstung aus Balustern. Ein kleines Harmonium steht auf der Empore.
Auf dem umliegenden Friedhof befindet sich eine Grabstätte für drei unbekannte deutsche Soldaten, gefallen am 6. Mai 1945, und für Helmut Holzhüter, ebenfalls 1945 gefallen.
Eine kleine Trauerhalle steht in der Nordostecke.