Dorfkirche Menz (Gemeinde Stechlin)

In der Mitte des großen Dorfes steht die Kirche. Nach der Art der Außenmauern aus unregelmäßigen Feldsteinen mit eingesprengten Backsteinen ist auf eine Zerstörung im 30jährigen Krieg und der danach erfolgten Wiedererrichtung zu schließen. Die ursprüngliche Kirche bestand aus rechteckigem Schiff mit geradem Ostschluss und einem vorgesetzten Westturm. Durch später angefügte Seitenschiffe und einem Chor aus Granitstein hat sie einen kreuzförmigen Grundriss erhalten. In der Ostwand der Chorapsis sitzt ein großes Rosettenfenster mit moderner Glasmalerei. An den Ostecken befinden sich zudem noch kleine Anbauten aus Ziegelstein. Ein weiterer Anbau aus Ziegel befindet sich an der Nordostecke des Schiffs. Die Fenster der neu geschaffenen Teile tragen Putzfaschen, wobei die schlanken Seitenschifffenster segmentbogig geschlossen sind.
Der Innenraum ist ungewöhnlich aufgeteilt. Die "neuen" Bauteile, also der Chor mit den Seitenschiffen, werden als Ausstellungsraum genutzt und über die Tür am nordöstlichen Anbau betreten. In der Chorapsis steht noch der Sockel des Altares und ein Kanzelkorb. Zudem hängen drei Gedenktafeln für die Gefallenen der letzten Kriege an den Wänden.
Der Triumphbogen als Verbindung zum Kirchenschiff ist vollständig verglast und mit einer zweiflügeligen Tür versehen. Dahinter erstreckt sich der eigentliche Kirchenraum mit Gottesdiensttisch, Gemeindegestühl und einer Orgel auf der Westempore.
Die Decke wird von einer hölzernen Halbtonne gebildet.
Der Gottesdienstraum - das Kirchenschiff - ist nicht frei zugänglich, genauso wie der Turmraum.
Der Kirchhof ist von einer flachen Mauer umschlossen.
Im Osten hinter der Kirche (außerhalb des Kirchhofes) steht das Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Weltkriege.
Der langgestreckte Friedhof befindet sich einige Meter weiter östlich.