Dorfkirche Schönfeld b. Prenzlau

Viergestaffelter, spätromanischer Feldsteinquaderbau des 13. Jahrhunderts, bestehend aus einem über das Schiff herausgezogenes Turmuntergeschoss, einem rechteckigen Langhaus, einem rechteckigen, gegen das Schiff leicht eingezogenen Chor mit polygonaler Chorapsis.
Ostgiebel von Schiff und Chor sind leicht herausgehoben.
Sauber geschichtete Feldsteinquader lassen auf das hohe Alter der Kirche schließen. Verbretterter, quadratischer Turmaufsatz mit geschweifter Haube und mit nach Blitzschlag 1964 geschlossener achteckiger Laterne, Sanierung laut Wetterfahne 1992.
Die ursprünglich rund- bzw. spitzogigen Fenster z.T. segmentbogig verändert und mit Putzfaschen hervorgehoben, auf der Südseite Priesterpforte am Chor zugesetzt, Laienpforte am Schiff mit Stufenportal aus Granit, ebenso das Westportal.
Außen an der Schiffsnordwand Gedenktafeln aus Bronze für die Grafenfamilie von Berg-Schönfeld, davor Gedenkstele.
Innenraum mit Holzbalkendecke, Freskenmalerei im Chor übertüncht.
In der Apsis steht ein Renaissance-Altaraufsatz aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts mit figürlichen Reliefdarstellungen zu biblischen Szenen.
Kanzel mit Aufgang und Schalldeckel, in den Korbwangen Bildnisse der vier Evangelisten.
Prediger- und Patronatsgestühl im Chor mit floraler Ornamentmalerei, zentrales Kastengestühl für die Gemeinde, an der Westwand eine Orgel mit vier Registern aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts in einem barocken Prospeckt, mehrere Gedenktafeln für die Familie von Berg und die Opfer der Weltkriege, Kronleuchter von Franz Hidde, Schmiedemeister in Nieden, 1935.
Im Turm Reste eines romanischen Tonnengewölbes, 2 Glocken, Apolda 1967.
Neben der Kirche in nordöstlicher Richtung steht das ehemalige Herrenhaus.
Der von einer Mauer umschlossene Friedhof befindet sich am südöstlichen Ortseingang (Dorfstr.7). Auf ihm befindet sich eine Grabstelle der Grafen von Dohna.

Quellen: