Dorfkirche Frauenmark b. Parchim

Mitte des 13. Jahrhunderts gründete Hermann von Dargun durch die Stiftung und den Bau der Kirche das Dorf Frauenmark (1264). Mitten im Dorf auf einer kleinen Anhöhe erhebt sich die spätromanische Feldsteinkirche. Sie besteht aus für diese Zeit typischen vier Teilen; ein kurzes Kirchenschiff, ein leicht eingezogener Chor mit halbrunder Apsis und ein niedriger querrechteckiger Wehrturm mit längsgerichtetem Satteldach und spitzbogigem Stufenportal. Der Westgiebel mit Staffelblenden wurde in Backstein erneuert und mit Fialen versehen. Über dem Westportal sitzt ein Rosettenfenster. Auch die Nordsakristei aus Backstein wurde später angefügt. Chor und Apsis besitzen noch die ursprünglichen Rundbogenfenster.
Das Kirchenschiff ist mit einer Holzbalkendecke verschlossen, Chor und Apsis tragen altromanische Kuppelgewölbe ohne Rippen. Reste der Wandmalereien des 13. Jahrhunderts wurden 1972 freigelegt. Der Altar ist modern. Der alte Flügelaltar vom Ende des 15. Jahrhunderts steht jetzt an der Schiffssüdwand. Vor dem Altar liegt eine Grabplatte von 1746. Das Kirchengestühl ist noch fast vollständig erhalten. Ein Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert ist sehenswert.
Die Kirche ist von einem Friedhof umgeben. Vor dem Kirchhof steht die kommunale Trauerhalle.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001