Dorfkirche Groß Raden

Ersterwähnung einer Kirche bereits um die Mitte des 13. Jahrhunderts.
Der frühgotische Backsteinbau mit längsrechteckigem Westturm aus Feldstein und Nordsakristei wurde wahrscheinlich Ende des 13. / Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet.
Das Satteldach des wuchtigen Turmes wurde 1891 durch Blitzschlag zerstört und später nur bis Höhe Kirchenschiff wieder aufgebaut
Der Ostgiebel ist mit einer siebenteiligen Staffelblende geschmückt, in der Ostwand ein großes vierbahnig gespiegeltes Ostfenster in neugotisch gefasster Spitzbogenleibung, die getreppten Strebepfeiler sind an der Ostwand diagonal gestellt.
Eine hohe südliche Eingangsvorhalle ist ebenfalls blendengeschmückt. Das umlaufende Kaffgesims unterstreicht die Gliederung des Bauwerkes.
Das Stufenportal der Laienpforte auf der Südseite wurde zugesetzt, das Nordportal vermauert, der Eingang erfolgt auch über das Westportal.
Das durch drei Kreuzgewölbe geschlossene Kirchenschiff wird durch die hohen drei- und vierteiligen Fenster erhellt.
Zur Ausstattung gehört ein mittelalterliches Triptychon, das mit Gemälden aus dem 17. Jahrhundert geschmückt ist.
Die Nordsakristei wurde 1994 zur Winterkirche umgebaut.
Neben der Südvorhalle steht vor dem Chor das Kriegerdenkmal.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen Wismar-Schwerin, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001