Dorfkirche Briest (Gemeinde Passow)

Sauber geschichteter Feldsteinquaderbau aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts (1288 - 725 Jahre - 2013). Der schiffsbreite querrechteckige Turm mit Satteldach hat zwei eingekürzte Giebel aus Backstein. Der eingezogene quadratische Chor besitzt eine bauzeittypische Dreifenstergruppe in der Ostwand. Alle anderen Fenster sind verändert und tragen Putzfaschen. Über dem westlichen Stufenportal aus Granit sitzt ein gestuftes Rosettenfenster, wohl auch ursprünglich. Auf der Südseite wurde eine Eingangsvorhalle angefügt.
Chor und Schiff sind mit einer flachen bemalten Balkendecke überzogen. Der Chor ist durch einen gedrückt spitzen Triumphbogen vom Schiff getrennt.
Der Altarraum wird bestimmt durch den beeindruckenden Altaraufsatz. Ein spätgotischer Flügelaltar wurde mit einem Renaissanceaufsatz aus dem Jahr 1600 kombiniert. Im Mittelschrein steht die Madonna mit dem Kinde, flankiert von Johannes dem Täufer und dem Hl. Gregor?, in den Flügeln sind Szenen aus dem Marienleben (u.a. Verheißung, Anbetung der Könige, Darstellung Jesu im Tempel) abgebildet. In der Predella stehen die Figuren der zwölf Apostel (gut erkennbar Andreas, Johannes, Jakobus d.Ä.), flankiert von Gemälden (links: Hl. Martin, rechts: Hl. Georg). Im Aufsatz steht im Mittelteil eine Kreuzigungsgruppe, von Säulen flankiert sind die vier Evangelisten als Bilder seitlich und darüber angeordnet; die Figur im Oberteil könnte einen Cherub darstellen; in der Bekrönung eine Strahlengloriole.
Die vier Altarleuchter sind Stiftungen von Gemeindemitgliedern.
Die Renaissancekanzel mit Aufgang zeigt in den Korbwangen Reliefs der vier Evangelisten in Ädikularahmen mit Engelsköpfen.
Das Gemeindegestühl und die hufeisenförmige Westempore mit weißem Orgelprospekt sind in neugotischen Formen gehalten. Der Taufstein ist industriell gefertigte Massenware des 19. Jahrhunderts. Eine Gedenktafel erinnert an die Toten der beiden Weltkriege.
Die Kirche ist von einem Friedhof umgeben.