Dorfkirche Groß Poserin (Gemeinde Neu Poserin)

Die Feldsteinkirche mit dem Fachwerkgiebel stammt in ihren Ursprüngen wohl schon aus dem Ende des 13. Jahrhunderts. Über das genaue Alter der Kirche gibt es verschiedene Auffassungen, die Kirche wurde jedenfalls an Johanni (24. Juni) im Jahre 1463 geweiht, unterlag dann aber vielfachen baulichen Veränderungen. So erhielt der  Turm mit Satteldach einen achtseitigen Dachreiter mit Zwiebelhaube.
In der Glockenstube hängt eine Bronzeglocke, die 1719 von Michael Begun, Friedland, umgegossen wurde.
Der Innenraum ist mit einem Tonnengewölbe verschlossen, das 1780 ausschließlich auf die Mauerkrone gesetzt wurde. Später drifteten die Wände des Schiffs durch den Druck auseinander, so dass Stützpfeiler angebaut werden mussten. 2001 wurde eine neue Dachkonstruktion eingebaut und die Pfeiler wieder entfernt.
Die Einrichtung stammt im Wesentlichen aus dem Jahr 1876, Gestühl und Westempore (Orgel hat die Kirche nie besessen), der gemauerte Altartisch, das Buntglasfenster in der Ostwand und die hölzerne Taufe sind modern.
Das älteste Stück in der Kirche ist die Grabplatte des Kirchenpatron Reimar v. Linstow (+1708), die an der Nordwand aufgestellt wurde, an der Südwand befindet sich eine Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
Auf der Empore steht ein Harmonium aus der Fabrik Bongardt & Herfurth, Wiehe/Unstruttal.
Der Kirchhof wird von einer Feldsteintrockenmauer umschlossen.
Der Friedhof mit Kapelle befindet sich am hinteren Ende des Dorfes.
(weitere Quellen: Informationstafel vor der Kirche, Aufsteller in der Kirche)

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001