Friedhof Groß Poserin (Gemeinde Neu Poserin)
mit Kapelle

1858 war der Kirchhof um die Kirche in Groß Poserin so überfüllt, dass der Gutsbesitzer Rosenow als Patron der Kirche eine Neuanlage beforderte. Gegen Entschädigung stellte er die Fläche des heutigen Friedhofs zur Verfügung. Die achtseitige Backsteinkapelle wurde um 1860 errichtet. Der kleine Zentralbau ist durch Lisenen und Zierfriese gegliedert. Über einige Treppenstufen gelangt man durch ein rundbogiges Portal in den Innenraum der Kapelle. Die Ausstattung besteht aus Bankgestühl, Lesepult, Altartisch und Wandkreuz.
1861 wurden die anfallenden Gesamtkosten für den Flächenkauf, die Befriedungskosten und den Bau des Leichenhauses durch die Eigentümer bzw. Vertreter der Güter Neu Poserin, Damerow, Kressin, Wangelin und Sandhof zu gleichen Teilen getragen.
In dieser Zeit wurden auch die Linden am Weg zum Friedhof gepflanzt. Gegenüber befindet sich der ehemalige Pfarrhof. Heute wird das Haus als evangelisches Rüstzeit- und Tagungsheim genutzt.
Die Familie Rosenow war seit Anfang des 19. Jahrhunderts Besitzer von Groß Poserin. Der Gutshof wurde um 1820 in Neu Poserin angelegt, das jetzige Gutshaus wurde erstmals 1852 erwähnt, ab etwa 1830 entstand der im englischen Stil gehaltene Landschaftspark.
(Quelle: Informationstafel am Friedhof und am Gutshaus)

Quellen: