Ruine Satow

Direkt an der Bundesstraße, in der Mitte der mittlerweile gewachsenen Gemeinde liegt die Ruine der alten Dorfkirche von Satow.
Im Jahre 1219 schenkte Fürst Borwin I. dem westfälischen Kloster Amelungsborn das Gut Satow, womit in die bisher wendische Gegend christliche Kultur getragen wurde. Mit dem Bau der heute als efeuumrankte Ruine zu sehenden Kirche begannen die Zisterziensermönche gleich nach der Schenkung, wahrscheinlich auf der Stätte des alten slawischen Heiligtums des wendischen Gott Radegast. Die Kirchruine ist das älteste Zeugnis kirchlicher Baukunst in der Region. Die einstige Kirche wurde aus Feldsteinen unter Verwendung von Backsteinen für die architektonischen Details errichtet. Das Portal des Langhauses ähnelt dem Südportal des Güstrower Doms, es ist kunstvoll mit Schaftringen an den Rundstäben verziert. Der Innenraum war überwölbt und das Schiff besaß zwei Joche. Von der Einrichtung existiert nur noch die Kuppa einer Granittaufe aus dem 13. Jahrhundert. 1867 wurde eine neue Kirche auf dem Kirchberg geweiht. Der alte Kirchhof hat im Laufe der Zeit durch Einebnung einen parkähnlichen Charakter erhalten. Neben Denkmälern für die Gefallenen der Kriege 1870/71 und 1914-1918 hat dort auch der 1930 aus Schuttmassen geborgene Taufstein seinen Platz gefunden.

Quellen: