Dorfkirche Zierzow

Der kleine Fachwerkbau entstammt dem frühen 17. Jahrhundert. Der in die Ostwand eingefügte Eichenbalken mit der Inschrift DOMVS MEA DOMVS ORATE ONES VOCABET CVNCTES POPVLES ANNO 1572 stammt von einem Vorgängerbau, denn seine Gliederung weicht von der Ausbildung des Fachwerkgerüstes ab.
Der verbretterte Westturm wurde 1971/72 wegen Baufälligkeit abgetragen und durch einen freistehenden Glockenstuhl ersetzt. In ihm hängen zwei Glocken, eine Stahlgussglocke von 1922 und eine Bronzeglocke, 1934 bei Ohlsson in Lübeck gegossen.
Der Innenraum ist  mit einer bemalten Holzbalkendecke geschlossen.
Zu den kostbaren Ausstattungsstücken zählt der um 1500 entstandene Flügelaltar mit einer Mondsichelmadonna im Mittelschrein und den Heiligenfiguren in den Flügeln. Die Predella ist mit Christus als Schmerzensmann und den Kirchenvätern bemalt, auch die Flügelrückseiten sind mit Heiligen bemalt.
Zur Ausstattung gehört noch eine schlichte Kanzel mit Aufgang und Schalldeckel und ein Taufständer.
Die Orgel st ein Geschenk der Partnergemeinde Dillingen und steht seit 1995/96 in der Kirche. Der Kirchhof ist mit einer Feldsteinmauer umschlossen, am Rand des Friedhofs steht noch eine Trauerhalle und in der Mitte das Kriegerdenkmal.
 

Quellen:
Dorfkirchen in Mecklenburg, Buch, Horst Ende, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1975
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001