Dorfkirche Dambeck (b. Grabow)

Der unter unseren Dörfern häufig vorkommende Name Dambeck wird mit dem slawischen Wort "dambu" (Eiche) in Verbindung gebracht. Die aus behauenen Feldsteinen im 13. Jahrhundert  errichtete Kirche markiert den Übergang von der Romanik zur Gotik. Am Mauerwerk sind Ansätze von Ritzquaderung erkennbar. Die schmucklose Ostwand zeigt die Dreifaltigkeit Gottes in der für diese Zeit typischen Dreifenstergruppe. Die modernen Buntglasfenster wurden in Chartres mit einem 1. Preis für europäische Glaskunst ausgezeichnet. Die kräftigen, diagonal gestellten Strebepfeiler an den Ostecken wurden nachträglich angefügt. Im 14. Jahrhundert wurde der mächtige dreigeschossige und schiffsbreite Westturm errichtet. Die Zwiebelhaube erhielt der Turm wohl im 18. Jahrhundert. 1990/91 wurden Haube, Turmdach und Satteldach der Kirche neu gedeckt. Zur Ausstattung gehören ein barocker Altaraufsatz (E.17.Jh.), der Kanzelkorb, eine Sandsteintaufe und die moderne Orgel (1981) der Firma Voigt aus Bad Liebenwerda. Eine Bankbrüstung mit Wappen und Initialen der Familien von Ditten und von Winterfeldt vervollständigen die Inneneinrichtung. Vor dem Westturm steht das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Im Osten schließt sich ein weitläufiger Friedhof an. Dort befindet sich auch eine Soldatengrabstätte zweier deutscher Soldaten. Am Ortseingng steht eine neu errichtete Trauerhalle. 

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001