Kapelle Klüß (Gemeinde Brunow)

Schon 1656 wird in Klüß eine Kirche erwähnt. Die alte Fachwerkkirche von 1703 wurde 1972 wegen Baufälligkeit abgerissen. An der gleichen Stelle wurde 1995 ein moderner Barackenbau errichtet, der mit finnischen Holzplatten verkleidet wurde. Der Innenraum ist bis zum First geöffnet, wobei die Dachschrägen ebenfalls mit Holz verschalt sind. Durch die verglaste Westwand fällt ein helles, einladendes Licht. Der kleine Eingangsvorbau mit dem Kreuz auf dem Dach ist eher wenig gelungen. Der Altarraum wird zusätzlich noch durch seitliche Glaswände erhellt. Ein schlichter Altartisch steht vor der modernen Altarwand aus bräunlich gefärbtem Sichtbeton mit angedeuteten Lebensbäumen, die vom Kruzifix aus der alten Fachwerkkirche geschmückt wird. Erwähnenswert ist der Kronleuchter aus Bronze mit dem Doppeladler (1658). Als Kanzel dient der Korb vom ehemaligen Kanzelaltar von 1703. Die hölzerne Taufe mit einer Taufschale aus Messing ist mit reichlich Schnitzwerk versehen, die Ädikularahmen an den acht Seitenfeldern sind aber nicht belegt. An der Nordwand steht ein zweimanualiges Harmonium. Vor der Kirche steht ein schlanker Glockenstuhl mit einem Kupferdach und einem Kreuz darauf. Die wertvolle Bronzeglocke mit Inschrift und Stifterwappen wurde 1774 von Joh. Casp. Meyer in Lübeck gegossen. Der Kirchhof ist von einer Granitsteinmauer umgeben. Aus dem gleichen Material besteht der dreistufige Sockel des Kriegerdenkmals vor der Kirchhofmauer. Am nördlichen Rand des Kirchhofes befindet sich das Erbbegräbnis der Familie Brinkmann.
Der Friedhof liegt am östlichen Dorfrand, bereits auf dem Gelände von Brandenburg. Dort steht eine Trauerhalle mit Dachreiter und wohl auch einer Glocke.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001