Dorfkirche Brunow

Die in ihrer ursprünglichen Form erhaltene Fachwerkkirche wurde 1625 erbaut, im 18. Jahrhundert erhielt sie neue Fenster (um 1750) und nach weiteren 75 Jahren einen freistehenden zweigeschossigen Fachwerkturm.
Das Geläut im Turm besteht aus zwei Stahlgussglocken von 1919.
Die Kirche kann über ein Nordportal betreten werden, über das Westportal gelangt man in den Turm. Die Ostwand ist fensterlos.
Der Innenraum ist flachgedeckt. Die zumeist hölzerne Ausstattung ist schlicht.
Der Altaraufsatz wurde 1911 vom Grabower Tischler Müller und dem Brunower Pastor Wilhelmi geschaffen.
Kanzel und Gestühl sind größtenteils aus dem Jahr 1625 erhalten und äußerst sehenswert. Der Kanzelkorb wird von einer Frauengestalt getragen, wertvolle Intarsienarbeiten an der Brüstung wurden während der Amtszeit Wilhelmi's freigelegt. Die Wangen des Bankgestühls sind mit geschnitzten Tierbildern versehen.
Das Altarbild malte 1841 R.F.K. Suhrlandt. Es zeigt den "Betenden Jesus im Garten Gethsemane" und ist ein Geschenk des Großherzogs an die Brunower Kirche. Das Bild hängt derzeit an der Südwand. An der Nordwand hängen Gedenktafeln für die Gefallenen der beiden Weltkriege. An der Ostwand sind Figuren eines Schnitzaltares zu finden. Die gusseiserne Taufe hat eine silberne Taufschale. An der nördlichen Seite der Westwand steht eine Empore, daneben auf einem Podest die Lütkemüller-Orgel aus dem Jahr 1871. Unter der Empore sind Tafeln mit den Namen der in Brunow wirkenden Pastoren aufgehängt.
Der Kirchhof wird von einer Feldsteintrockenmauer begrenzt.
Außerhalb des Kirchhofes steht im Norden das Kriegerdenkmal.
Der Friedhof befindet sich am Ende der Friedhofstraße am östlichen Dorfrand. Er besteht aus einem aktuell genutzten Areal, auf dem auch eine moderne Trauerhalle steht, und dem Bereich des alten Friedhofes. Hier finden sich zahlreiche Gedenksteine für Gefallene des Ersten Weltkriegs. Auch eine Kriegsgräberstätte des Zweiten Weltkriegs befindet sich am Friedhofsrand. Sie erinnert an drei gefallene deutsche Soldaten.
 

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001