Begräbnisstätte Kritzow (Gemeinde Langen Brütz)
Mausoleum Familie Hansen mit Friedhof

Die Ersterwähnung des Ortes erfolgte 1317 in einer Belehnungsurkunde des Fürsten Heinrich von Mecklenburg an die Familie von Critzow. Kritzow war seit seiner Gründung ein Gutsdorf, mit wechselnden Besitzern. Über lange Zeit im Besitz der Familie von Bülow ging das Gut 1924 an die Familie Hansen.
Die Familie Hansen ließ 1925 aus Trauer um ihren früh verstorbenen Sohn das Mausoleum weitab vom Dorf, mitten im Wald errichten und umgab er vorerst nur mit einem Zaun.
1945 wurde der Platz im Vorfeld des Mausoleums als Beisetzungsfläche für in den letzten Stunden des Zweiten Weltkrieges auf der Kritzower Flur gefallene Wehrmachtssoldaten genutzt. Danach umgaben die Einwohner Kritzows das Areal mit einer Feldsteinmauer und betrieben den Platz als Dorffriedhof weiter.
Namen und Orte aus Ostpreußen und Hinterpommern auf den Grabsteinen verweisen auf die zahlreichen geflüchteten, vertriebenen und ausgesiedelten Familien, die in den schicksalsschweren Nachkriegsmonaten in Kritzow eine neue Heimstatt fanden.
An den Pfeilern des Eingangstores zum Friedhof sind Sprüche angebracht, ebenso an den Umfassungsmauern des Mausoleums.
Vermutlich ist der Sohn 1925 an den gesundheitlichen Folgen des Ersten Weltkrieges gestorben, da das Eiserne Kreuz am Mausoleum ihn als Kriegsteilnehmer ausweist.
(Quelle: Informationstafel vor dem Friedhof)