Ruine Retzow (Stadt Lychen)

Der rechteckige, turmlose Feldsteinbau mit abgeschrägtem Sockel wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Der Krieg zwischen Mecklenburg und Brandenburg im Jahr 1440 führte zur Eroberung von Lychen, dabei wurde Retzow mitsamt der Kirche vollständig zerstört.
Auf der Nordseite sind die Reste einer Sakristei erkennbar. Ein großes Portal führt im Westen in die Kirche, auf der Südseite sind Laien- und Priesterpforte erhalten geblieben. Die Portalgewände sind weitestgehend zerstört. In der Ostwand sitzt eine spitzbogige Zweifenstergruppe.
Die Ruine steht mitten auf dem Friedhof, der einst von einer Feldsteintrockenmauer umgeben war. Der Glockenstuhl stand früher an einem anderen Platz, 1966 wurde er auf den Friedhof umgesetzt und erneuert. Die Eisenhartgussglocke wurde 1962 in Apolda gegossen.
Auf dem Friedhof steht noch eine moderne Trauerhalle.
(Quelle: Informationstafel auf dem Friedhof)