Dorfkirche Wilsickow (Gemeinde Uckerland)

Das Dorf wurde 1375 erstmalig urkundlich erwähnt, die Kirche ist aber wesentlich älter. Der stattliche Feldsteinquaderbau mit eingezogenem Chor und überschiffsbreitem Westturmuntergeschoss besticht durch besonders saubere Quaderschichtung. Der dreigeteilte einheitliche Bau mit Chorapsis ist ein Werk des frühen 13. Jahrhunderts und zeigt deutlich romanische Züge. Der hölzerne Turmaufsatz mit schindelgedeckter barocker Haube wurde später aufgesetzt, die Jahreszahl 1873 am Westgiebel verweist auf die umfangreiche Erneuerung des Turmes. Bauzeitlich sind die Feldsteinportale auf Süd- und Westseite, auf der Nordseite zugesetzt. Während die Schlitzfenster auf der Nordseite ursprünglich erhalten blieben, wurden die Fenster auf der Südseite barock verändert, ebenso zwei Fenster der Chorapsis. Eine Nordsakristei wurde abgebrochen.
Das Schiff ist im Innern flachgedeckt, ein spitzbogiger Triumphbogen bildet den Übergang zum Chor, die Apsis ist gewölbt und mit Wandmalereien versehen.
Die Ausstattung ist schlicht. Ein schöner Schnitzaltar mit Mariendarstellung zum Weihnachtswunder stammt aus dem 16. Jahrhundert. In der Predella wurde später ein Abendmahlsgemälde zugefügt. Die schmucklose hölzerne Kanzel besitzt einen Schalldeckel und Aufgang. An der Chornordwand befinden sich Reste eines Renaissancealtars. Zwei Pastorenstühle und eine hölzerne Taufe sind weitere Stücke. Die Chor- und Apsisfenster sind mit Wappenscheiben rund um die Familie v. Holtzendorff aus der Zeit um 1742 versehen. Namenstafeln erinnern an die Gefallenen beider Weltkriege, vom einfachen Soldaten bis hin zum herrschaftlichen Offizier. Eine zweimanualige Orgel mit dreiteiligem Prospekt steht auf der Westempore. An der Nordwand sind Reste der mittelalterlichen figürlichen Ausmalung, hier wohl eine Christopherus-Darstellung, freigelegt. 
Um die Kirche herum ist ein Friedhof angelegt.
Anbei steht das ehemalige Herrenhaus derer von Holtzendorff. Henning Joachim v. Holtzendorff kaufte 1742 Dorf und Gut von der Familie v. Arnsdorf, die den Besitz 275 Jahre bewirtschaftete und 1466 von Ritter von Oldenvlyt erworben hatte. Fortan blieb das Gut bis zur Enteignung 1945 im Besitz der alten märkischen Adelsfamilie v. Holtzendorff. Unmittelbar nach dem Kauf wurde mit dem Bau des Herrenhauses im Tudorstil begonnen. 1994 erwerben die Nachkommen des letzten Gutsbesitzers das Gut , das zu dieser Zeit ungenutzt war, von der Gemeinde und betreiben seitdem eine Jugendhilfeeinrichtung und weitere kulturelle und gastronomische Einrichtungen.
(weitere Quelle: Informationstafel am Gutshof)