Begräbnisstätte Schönermark (Gemeinde Nordwestuckermark)
Friedhof mit Mausoleum der Grafen Schlippenbach

Auf dem Friedhof von Schönermark steht ein kleiner rechteckiger Putzbau in klassizistischen Formen. Die Kapelle ist das Mausoleum der Grafen von Schlippenbach. Hinter dem strahlend weißen Gebäude befinden sich mehrere großflächige Grabstellen der weit verzweigten Adelsfamilie.
Schlippenbach ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechts, dass sich später auch in Preußen, Schweden, Pommern, Livland und Kurland ausbreitete.
In Livland erscheint die Familie erstmals in der Mitte des 15. Jahrhunderts im Zusammenhang mit dem Deutschen Orden. 1748 erlosch der livländische Stamm und ging an den aus Kurland kommenden Otto Johann von Schlippenbach, dessen Linie bereits seit Mitte des 16. Jahrhunderts im Besitz des Stammgutes Sahlingen im Kirchspiel Goldingen war. Diese Linie wurde 1654 in den schwedischen Grafenstand erhoben, diente zunächst im schwedischen Heer und trat zum Ende des 17. Jahrhunderts in preußische Militärdienste.
Mitte des 19. Jahrhunderts blühte das gräfliche Haus in zwei Linien, einer märkischen und einer schlesischen. Aus der märkischen Linie kam Karl Graf von Schlippenbach (1795–1836), königlich preußischer Hauptmann. Er hatte sechs Schwestern und fünf Brüder. Albert von Schlippenbach (1800-1886), einer der fünf Brüder, war ein bedeutender Dichter. Er stiftete 1848 Schönermark, das sich seit 1686 in Familienbesitz befand, mit Arendsee, Christianenhof, Raakow, Wilhelmshof, Wittstock und Ferdinandshorst als Fideikommiss. Von den Brüdern war Wilhelm Graf von Schlippenbach (1797–1842) königlich preußischer Major und persönlicher Adjutant des Prinzen Karl von Preußen, Ferdinand Graf von Schlippenbach (1799–1866), königlich preußischer Generalleutnant und Ernst Graf von Schlippenbach (1804–1885), königlich preußischer Oberst. Wilhelms Sohn Carl Graf von Schlippenbach (1830–1908) wurde General der Infanterie, er ist hier in Schönermark beigesetzt.
Das Stammwappen der Familie von Schlippenbach zeigt in Schwarz pfahlweise eine abgeledigte silberne Kette aus drei ganzen und zwei halben Gliedern.
(Quelle: Wikipedia)