Ruine Arendsee (Gemeinde Nordwestuckermark)
mit Friedhof

Ersterwähnung 1289, zu dieser Zeit wohl ein Vorgängerbau aus Holz.
Die Entstehung einer massiven Steinkirche - welche offensichtlich nicht als Wehrkirche und damit "Fluchthaus" für die Bevölkerung konzipiert war - setzt geregelte Verhältnisse voraus, so dass ihr Entstehen wohl ins Ende des 13. Jahrhunderts oder sogar ein wenig später zu legen ist.
Die Kirche ist ein massiver Feldsteinbau von dem heute neben kleinen Teilen der Längsmauern und Teilen des Ostgiebels mit Resten einer Dreifenstergruppe und eines Rundfensters vor allem Teile des Turmuntergeschosses mit Resten eines Tonnengewölbes erhalten sind.
Im 15. Jahrhundert ist Arendsee bereits eine wüste Feldmark, die Kirche dient aber noch als Kapelle. 1727 wird der Friedhof noch genutzt, die Kirche ist allerdings bereits verfallen und wird als Steinelieferant genutzt.
Auf dem Friedhof steht heute eine Trauerhalle, zudem gibt es ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.
2005 gründet sich der Förderverein Wüste Kirche Arendsee.
(Quelle: Informationstafel an der Ruine)