Dorfkirche Kröchlendorf (Gemeinde Nordwestuckermark)

In der Dorfmitte steht gegenüber dem ehemaligen Herrenhaus die Neugotische Kirche. Die dreischiffige Basilika über kreuzförmigem Grundriss wurde 1868 nach Plänen des königlichen Baurates Ferdinand von Arnim aus Sandsteinquadern errichtet. Hundert Jahre später musste die Kirche aufgegeben werden, da sie völlig baufällig war. 1992 übernahm die Gemeinde Gollmitz als Bauherr die vom Architekten Johannes Penzel geleitete Sanierung, die 2002 abgeschlossen werden konnte.
An der Nordwestecke der Kirche erhebt sich ein schlanker Fialturm mit gemauerter Spitze. Das reich profilierte Westportal ist mit einem Wimperg übergiebelt und von Fialen flankiert, die Decke der Wandvorlage bildet eine begehbare Plattform. Im Innern des Bogens reichlich Maßwerk und je zwei kleine Reliefs. Im Westgiebel sitzt ein großes, spitzbogig gefasstes Zwillingsfenster mit jeweils drei Bahnen, reichlich Maßwerk und einem Rundfenster im Scheitel. Die Art des Fensters setzt sich in den Seitenschiffen fort, hier nur zweibahnig und kleiner. Die jeweils vier Schiffsfenster sind durch schlanke Strebepfeiler getrennt und mit Wimpergen übergiebelt. Im Dachbereich analog dazu ausgestellte Fensterluken. Im Osten ein Anbau im ähnlichen Stil wie das Westportal, wahrscheinlich die von Arnim'sche Grabkapelle, im Wimperggiebel sitzt das Arnim'sche Wappen. Der Ostgiebel der Chorapsis ist mit einem Maßwerkfenster geschmückt.
Der gesamte Kirchbau ist gruftartig unterkellert, die Räume werden heute von der Gemeinde genutzt.
Nördlich der Kirche befindet sich der Friedhof. Hier befindet sich eine 1871 errichtete Gruft der Familie von Arnim.
(Quelle: Informationstafel an der Kirche)