Dorfkirche Groß Luckow

Der Feldsteinquaderbau stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Anfang des 20. Jahrhundert erfuhr die Kirche große Schäden durch einen Brand. 1918 erhielt die Kirche den quadratischen verputzten Turmaufsatz und eine Jugendstilausmalung des Innenraums.
Die gerade Ostwand zeigt im Giebel eine schlanke, dreiteilig gestaffelte Putzblende, die rechteckigen Fenster sind erneuert und barock überformt. Das korbbogige Portal auf der Nordseite stammt ebenfalls aus späterer Zeit, dagegen sind auf der Südseite noch die ursprünglichen Schlitzfenster erkennbar und auch das spitzbogige Granitportal (Priesterpforte) stammt aus der Erbauerzeit.    
Die kunsthandwerklich wertvolle Innenausstattung aus dem 17. Jahrhundert konnte größtenteils gerettet werden. Der Altaraufsatz stammt von 1623. Wahrscheinlich zeitgleich entstand auch die Kanzel mit Schalldeckel und Aufgang. In den Korbwangen sind Reliefs der vier Evangelisten angebracht, an der Rückwand erstrahlt goldfarbend das Haupt Christi. Neben der Kanzel ist ein alter Grabstein an der Nordwand aufgestellt. Die Reliefs zeigen den Kirchenpatron und seine Ehefrau mit den jeweiligen Stammwappen. Da die Inschrift teilweise beschädigt ist, lässt sich nicht genau ermitteln, um wen es sich handelt (vermutlich ... Reimer v. Raven, A.17.Jh.). Eine Madonnen-Schnitzfigur ist auf den Anfang des 16. Jahrhunderts datiert. Die Orgel ist ein Instrument aus der Werkstatt Schlag & Söhne in Schweidnitz und wurde ca. um 1920 gebaut. Da an der Deckenmalerei noch unbemalte Umrisse erkennbar sind, ist die Orgel wohl erst nach der Innenraumausmalung in die Kirche gekommen und hat ein Vorgängerinstrument abgelöst. Eindrucksvoll ist die Deckenbemalung: Der Geist Gottes schwebt in Form einer Taube im Strahlenkranz unter der Decke. Außergewöhnlich ist auch die Kriegerehrentafel. Nicht allein nur, weil sie als Bestandteil der Ausmalung auf die Nordwand aufgemalt wurde, sondern auch, weil sie in einem Stück die Gefallenen der großen kriegerischen Auseinandersetzungen der Jahre bis zum Ersten Weltkrieg nennt, diesen natürlich eingeschlossen; üblich sind stattdessen separate, bewegliche Tafeln für jeden einzelnen Krieg.
Der Kirchhof mit Friedhof ist von einer Feldsteinmauer umgeben. Ein Gedenkstein erinnert an Elisabeth von Raven (1860-1924), zugehörig zur ehemaligen Gutsbesitzer- und Patronatsfamilie auf Groß Luckow.
Im Süden steht vor dem Kirchhof das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
(weitere Quelle: Informationstafel an der Kirche)