Kapelle Glaisin (Stadt Ludwigslust)

Das Dorf Glaisin wurde bereits 1282 urkundlich erwähnt.
Die kleine Holzkapelle auf dem Hinterhof in der Mühlenstraße konnte 1962 mit Hilfe der schwedischen Gustaf-Adolf-Stiftung gebaut werden. Und so sieht der kleine Kirchbau auch wie ein schwedisches Holzhaus aus. Im Innenraum befinden sich Altar, Lesepult, Harmonium und Stühle. Hinter der Kirche steht auf vier Betonfüßen ein eiserner Glockenstuhl mit einer kleinen Bronzeglocke.
Im Zentrum des Dorfes steht ein Ensemble aus drei Denkmalsteinen, der mittlere Feldstein zeigt die Namen der im Ersten Weltkrieg Gefallenen; er wird flankiert von zwei Betonplatten mit den Namen der im Zweiten Weltkrieg Gefallenen.
Durch den in Glaisin geborenen Volkskundler und Schriftsteller Johannes Gillhoff (1861-1930) wurde das Dorf über seine Grenzen hinaus bekannt. Auf dem Friedhof am südlichen Dorfrand (Lindenstr. 25) findet man die Gräber seiner Eltern. Sein Vater, Gottlieb Gillhoff, war von 1854 bis 1908 Lehrer in Glaisin.
Auf dem Friedhof steht eine moderne Trauerhalle.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001