Dorfkirche Karstädt

Bereits 1534 wird Karstädt als Tochterkirche von Laasch urkundlich erwähnt.
Die heutige Kirche ist ein rechteckiger Ziegelfachwerkbau auf einem Feldsteinfundament mit polygonalem Ostschluss und einer Glockengaube am Westgiebel. Die Bronzeglocke trägt die Inschrift "DAS DORF CARSTAEDT HAT DIESE GLOCKE BEZAHLT A. 1759".
Das Fachwerk ist dreifach verriegelt. Auf der zweiten Verriegelung sitzen die rechteckigen dreibahnigen Fenster. Die Ostwand ist fensterlos. Der Zugang erfolgt über ein schlichtes Westportal.
Der Innenraum ist mit einer flachen Holzbalkendecke überzogen.
Die wesentliche Innenausstattung stammt aus den 1960er Jahren, Altar, Kanzel und Taufbecken sind aus Holz gearbeitet. Die Bänke stammen von der Renovierung im Herbst 2000. Älteren Datums sind fünf Schnitzfiguren, sie gehörten einmal zu einem gotischen Altarschrein.
Im Osten der Kirche steht das neue Gemeindehaus im Bungalowstil. Hier ist eine Winterkirche eingerichtet.
Der Kirchhof ist von einer Feldsteintrockenmauer umschlossen.
Gegenüber vom Kirchhof steht ein kleines Denkmal mit den Namen der im Ersten Weltkrieg Gefallenen.
Der Friedhof befindet sich am südöstlichen Dorfrand (Dorfstr. 10). Hier steht eine moderne Trauerhalle. Auf dem Friedhof gibt es eine Grabstätte für drei unbekannte Soldaten des Zweiten Weltkriegs.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001