Dorfkirche Blumenhagen (Gemeinde Jatznick)

Die Kirche ist ein Saalbau aus sauber geschichteten Granitquadern über gefastem Sockel und einem schiffsbreiten quadratischen Westturm. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts (nach 1250) errichtet, die Nordsakristei ist nachträglich angefügt.
Die Ostwand wird beherrscht von der in eine gedrückt spitzbogige Putzblende gefassten, schlitzförmigen Dreifenstergruppe und der darüberliegenden, dreiteilig gestaffelten Putzblende im Giebel.
Bei einem Brand 1840 wurden Turm und Dachstuhl zerstört, der verbretterte Turmaufsatz mit spitzem schiefergedeckten Helm stammt von 1890, ebenso die von Carl Voß, Stettin, gegossene Glocke.
Am Schiff ist noch das gekehlte Traufgesims aus Granit erhalten. In der Westwand sitzt ein Stufenportal aus Granit mit Kehle und Rundstab sowie profilierten Kämpfern. An der Wand ein Sandsteinrelief als Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Die ursprüngliche Fenstergliederung ist noch erhalten.
Der Innenraum ist flachgedeckt. Zur Ausstattung gehört ein dreiteiliges Flügelretabel mit flachen Schnitzfiguren aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts, im Mittelschrein ist die Marienkrönung zu sehen. Der Flügelaltar ist ebenso wie das Predigtpult einer Kanzel aus dem 17. Jahrhundert eine Leihgabe der Kirche Woddow. Die Westempore und das Gestühl stammen aus dem 19. Jahrhundert. Das Orgelpositiv wurde von A. Schuke in Potsdam Mitte der 1980er Jahre gebaut.
Der Kirchhof mit Friedhof wird von einer Feldsteinmauer umschlossen.
(weitere Quelle: Informationstafel an der Kirche)

Quellen:
Vom Grossen Landgraben bis zur Oder - Offene Kirchen III, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006