Dorfkirche Peckatel (Gemeinde Plate)

Das Dorf 'Pecatel' war ursprünglich ein gräfliches Lehen der Familie von Hasehop. Im 15./16. Jahrhundert ging es aus Plessenschem Besitz in den Domanialverband über. Die Fachwerkkirche, wohl eine der kleinsten in Mecklenburg, wurde 1596 erstmals erwähnt. An den einfachen Bau mit polygonalem Ostschluss wurde ein hölzerner Glockenturm angefügt. Kirche und Turm sind mit Holzschindeln gedeckt. Der Innenraum ist mit einer Holzbalkendecke verschlossen. Zur Ausstattung gehört eine Kanzel mit Verschlag, Aufgang und Schalldeckel, bemalt mit Evangelisten- u.a. Bildern. Um 1900 befand sich noch ein anderer Altar in der Kirche. Der heutige Altar zeigt ein Abendmahlsgemälde und ist mit Bibelsprüchen geschmückt.  Beide, Altar und Kanzel, sind in bäuerlichem Barock gestaltet.
Um 1911 wurde die Kirche nur noch an Bettagen und zu Beerdigungen genutzt. Der Kirchhof war wohl der ehemalige Friedhof, heute ist er begrünt. Die Kirche sollte schon zu manchen Zeiten abgerissen werden. Inzwischen hat das kleine Bauwerk verschiedene Renovierungen erfahren. Heute finden auch regelmäßig Gottesdienste statt, gelegentlich auch Konzerte.
Am Rand des Dorfplatzes steht ein Kriegerdenkmal mit großem Adler unter einer Eiche.
Der Friedhof befindet sich ein Stück nördlich (Am Sandberg 7). Dort befindet sich eine Grabstätte von fünf am 3. Mai 1945 ermordeten KZ-Häftlingen.
Bekannt wurde der Ort auch durch die vier in der Nähe gefundenen Kegelgräber aus der Bronzezeit, die den berühmten Sonnenwagen aus Bronze enthielten.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen Wismar-Schwerin, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001