Friedhof Schwiessel (Gemeinde Prebberede)

Das Gut Schwiessel gehörte im 14. Jahrhundert der Familie von Negendanck. Über eine Kirche aus dieser Zeit ist nichts bekannt. 1732 gelangte das Dorf in den Besitz des Hans Heinrich von Levetzow und seiner Frau Anna Dorothea, geb. von Plessen. Über dem Eingangsportal des im Fachwerkstil 1735 errichteten Gutshauses prangt das Allianzwappen der beiden Familien. Nachdem im Jahr 1838 der Herzogliche Kammerherr Adolph Christian Ulrich von Bassewitz mit dem Gut belehnt wurde, ließ sein Sohn Henning v. Bassewitz in den 1860er Jahren ein neues Herrenhaus im Tudorstil errichten. Im gleichfalls angelegten Park wurde am südlichen Rand auf dem sogenannten Mühlenberg ein Friedhof eingerichtet. "Obwohl er so heißt, zeigt die Schmettausche Karte die damalig vorhandene Mühle ca. 200 Meter weiter in Richtung Gottin." Nach Meinung des Hobbyhistorikers Roberto Hentschel stand die Mühle aber direkt auf dem heutigen Friedhof. Bei Grabaushebungen wurden mehrfach Fundamentreste entdeckt, außerdem gibt es auf dem Areal durch Feldsteinmauern abgesetzte stufenförmige Ebenen, die ebenfalls auf eine frühere anderweitige Nutzung hinweisen.
Auf dem Friedhof befindet sich eine Grabstätte des Ernst Henning Graf v. Bassewitz (1858-1926) und seiner Frau Luise, geb. v.Neumann-Cosel (1864-1936). Das Gut blieb im Besitz der Familie von Bassewitz bis zur Enteignung 1945.
Der Friedhof ist von einem Lattenzaun umschlossen. Vor dem Friedhofstor befinden sich Reste eines verputzten Fundamentsockels. Dabei soll es sich um das 1987 begonnene Fundament zum Bau einer "neuen (größeren) Leichenhalle" handeln. Die Arbeiten wurden durch die politische Wende nicht mehr zum Abschluss gebracht (aus Geldmangel?).
(Quelle: Wikipedia 2012, Roberto Hentschel 2014)