Kapelle Bakendorf (Gemeinde Gammelin)

Bereits 1230 wird im Ratzeburger Zehntenregister Bakendorf als eine Filialkirche zur Kirche von Hagenow erwähnt. Von diesem Bau ist allerdings nichts mehr erhalten. Gegebenenfalls stammt die um 1740 von Laurentz Strahlborn in Lübeck gegossene Glocke aus dem Vorgängerbau der zwischen 1830 und 1840 erbauten rechteckigen Kapelle im klassizistischen Stil. Die undatierte kleine Bronzeglocke hängt in einem freistehenden hölzernen Glockenstuhl südöstlich der Kapelle. Die Kapelle selbst hat keinen Turm. Das biberschwanzgedeckte Satteldach ist an den Giebelseiten abgewalmt. Der aus grob behauenen Granitsteinen errichtete Kapellenbau wird durch große Rundbogenfenster mit Putzfaschen einheitlich gegliedert. Je vier Fenster an den Längsseiten sitzen auf einem umlaufenden Putzgesims auf; am Ostgiebel sind es drei, am Westgiebel flankieren zwei Fenster das ebenfalls rundbogige Portal, wobei die jeweils beiden äußeren Fenster mit Putzblenden zugesetzt wurden. Der Innenraum wird von einer flachen Putzdecke überspannt. Zwischen 1963 und 1964 wurde der Innenraum umgestaltet. Der klassizistische Kanzelaltar wurde durch einen schlichten hölzernen Altartisch ersetzt. Lesepult und Taufbecken kamen neu hinzu. Erhalten blieb nur das Gemeindegestühl aus dem 19. Jahrhundert. Weiteren Schmuck gibt es im Innenraum nicht. Im westlichen Bereich des Kirchhofes befinden sich einige Grabstellen; in der südwestlichen Ecke steht eine einfache Leichenhalle. 1844 wurde die Kapelle nach Gammelin eingepfarrt.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001