Kapelle Dobbin (Gemeinde Dobbertin)

1862 wurde am Waldrand, außerhalb des kleinen Dorfes, ein Friedhof mit abgrenzender Mauer und einer Kapelle angelegt. Bis dahin wurden die Verstorbenen auf dem zentralen Dorfanger bestattet. Die kleine Kapelle trägt am nach Osten zeigenden Giebel über dem Eingangsportal eine Inschrift und die Jahreszahl. Darüber befindet sich in einem offenen Türmchen-Aufsatz eine Bronzeglocke von 1760. Sie stammt aus dem Kloster Dobbertin und wurde durch den Klosterhauptmann Jobst Hinrich von Bülow aus Woserin gestiftet. Kleine spitzbogige Fenster lassen wenig Licht in den Innenraum, der von einer flachen Holzbalkendecke verschlossen wird. Von einer Ausstattung kann nicht mehr die Rede sein. Über dem gemauerten Altar hängt ein schlichtes Holzkreuz an der Wand. Einfache Holzbänke stehen im Raum. Vermutlich wird die Kapelle nur noch gelegentlich für Trauerfeiern genutzt; Gottesdienste finden hier nicht mehr statt. Links neben der Kapelle steht ein kleines Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Neun Namen nennt die in die Stele eingelassene Tafel. Der auf rechteckigem Grund angelegte Friedhof wird von einer Granitsteinmauer umfasst, die mit gelbem Backstein und aufgelegten Biberschwänzen vermauert wurde. An den Ecken strecken sich ebenfalls aufgemauerte Fialtürmchen empor. Ein hölzernes Tor verschließt den Friedhof.
(Quelle: Informationstafel vor dem Friedhof)