Dorfkirche Grünow bei Prenzlau

Der langgestreckte Feldsteinquaderbau mit querrechteckigem Westturm und geradem Ostschluss stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der Übergang von Romanik zur Gotik zeigt sich eindrucksvoll in den schlanken Schlitzfenstern, der (leicht verkürzten) Dreifenstergruppe in der Ostwand und den Granitgewänden der Portale auf der Nordseite. Auffällig ist die "unsaubere" Gestaltung des Ostgiebels; keinerlei Schmuck lässt hier eine spätere Umgestaltung vermuten. Vielleicht wurde auch eine romanische Chorapsis abgetragen, der Fundament-Quadersockel spricht allerdings dagegen. Auch hat der Bau wohl nie über eine Sakristei verfügt, was ebenfalls ungewöhnlich ist. Der Westturm hat den Charakter eines mittelalterlichen Wehrturmes, schlanke Schlitze im oberen Bereich und das gestufte Granitsteinportal sind die einzigen ursprünglichen Öffnungen. Das Rosettenfenster wurde nachträglich eingefügt, wahrscheinlich zeitgleich mit der Westgiebelgestaltung.
Der Kirchhof ist im Süden als Friedhof gestaltet.
Außerhalb des Kirchhofes steht ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.