Dorfkirche Beenz (Gemeinde Nordwestuckermark)
reformierte Kirche

Vermutlich auf der Ruine eines Vorgängerbaus aus dem 13. Jahrhundert errichteten sieben Hugenottische Bauern in den Jahren 1792 und 1793 diese Kirche. Eine Tafel in der Kirche nennt die Namen der sieben Bauern und Heindrich Rubnu als den, der sie 1793 ausgemalt hat. Dem rechteckigen Feldsteinquaderbau mit geradem Ostschluss wurde ein quadratisches Turmobergeschoss mit kupfergedeckter geschwungener Haube aufgesetzt. An den Fensterleibungen und dem Traufband aus Backstein ist der spätbarocke Neubau zu erkennen. Der Innenraum ist flachgedeckt. Die Ausmalung deutet die Sandsteinschichtung der heimischen Kirchen an. Die Ausstattung ist entsprechend der reformierten Kirche schlicht; im Zentrum steht die Kanzel der Verkündigung im Zusammenhang mit dem Abendmahl als Kanzelaltar gestaltet. Prediger- und Gemeindegestühl in einfachen Holzbänken mit Brüstungsfeldern und der formgleichen Westempore vervollständigen die Ausstattung. Für die kleine Orgel wurde nachträglich mehr Platz mit einem Deckendurchbruch geschaffen. Der Orgelbauer ist nicht bekannt. Besonders gelungen sind die Gedenktafeln für die Gefallenen der vielen Kriege, wobei insbesondere die Gestaltung der Tafel für die Opfer von 1939-1945 hervorzuheben ist. Der Kirchhof ist als Friedhof gestaltet. Vor dem Kirchhof steht eine schlichte Trauerhalle. Gegenüber der Kirche steht das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.