Dorfkirche Warthe (Gemeinde Boitzenburger Land)

In der Mitte des Dorfes steht die 1825 errichtete rechteckige Kirche im klassizistischen Stil. Die Gebäudeecken sind pilasterartig betont. Die schlanken, mit gestuften Leibungen versehenen rundbogigen Fenster und das Nordportal sind ebenfalls mit Putzfaschen und Schlussstein hevorgehoben. In Ost- und Westgiebel sitzt je ein Rundfenster. Während die Westwand keine Fensteröffnungen besitzt, gibt es in der Ost- und Nordwand je zwei und in der Südwand drei Fenster. Anstelle des mittleren Fensters befindet sich in der Nordwand das Eingangsportal. Das Satteldach ist mit Biberschwänzen gedeckt. Am Ostgiebel steht auf dem First ein kleines Kreuz, am Westgiebel eine Wetterfahne. Der Innenraum ist flachgedeckt. Die Ausstattung ist bauzeitlich. Hinter dem gemauerten Altartisch wurde die Kanzel mit Aufgang angeordnet. An der Wand hängt ein schlichtes Holzkreuz. In der Südostecke steht ein Beichtstuhl. An Süd- und Nordwand des Altarraumes stehen Prediger- und Patronatsstühle als Kastengestühl. Auch die Gemeinde nimmt auf einem Kastengestühl Platz. Die Brüstungsfelder der Westempore sind mit Sprüchen bemalt. Zur Ausstattung gehören noch eine Taufe aus Industriestein und die in den Nachkriegsjahren entstandene Gedenktafel für die gefallenen Gemeindemitglieder der beiden Weltkriege. Das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges steht unmittelbar hinter der Kirche am Ostgiebel unter drei sogenannten Kaisereichen. Der Friedhof der Gemeinde erstreckt sich einige Meter in südliche Richtung von der Kirche entfernt. Neben der älteren Trauerhalle befindet sich eine Grabstätte für 13 unbekannte deutsche Soldaten, die zum Ende des Zweiten Weltkrieges in der Umgebung gefallen sind. Der eigentliche Friedhof schließt sich erst einige Meter weiter an. Er ist nochmal durch einen Zaun abgetrennt. Vor diesem Zaun führt ein Pfad eine kleine Anhöhe hinauf, auf der ein hölzerner Glockenstuhl steht. Zwei der drei Joche sind mit Glocken belegt. Die kleine Bronzeglocke weist Ritzzeichen auf, die große Bronzeglocke besitzt eine Inschrift. Informationen zu Alter und Herkunft sind nicht bekannt.